Der Onlinhandel besteht nicht nur aus Amazon und Zalando

Man braucht weder eine Glaskugel noch tiefgehende analytische Fähigkeiten um zu wissen, der Onlinehandel boomt und die Umsatzzahlen werden die nächsten Jahre nur eine Richtung kennen. Verbesserte Bandbreiten, die steigende Verbreitung von Pads und Smartphones, sowie das Nachrücken der internetaffinen Generationen sind der Nährboden für diese Entwicklung.

Es sind meist nur die großen Namen, über die ausführlich in der Publikumspresse berichtet wird. Oftmals wird aber vergessen, dass es unzählige kleinere Onlineshops gibt, die sehr erfolgreich ihren Markt bearbeiten. Vergleichbar mit der klassischen Unternehmenswelt, die auch nicht nur aus DAX-Unternehmen besteht, sind diese kleinen und mittleren Onlineshops auf dem Wege, die Stütze unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft zu werden.

eCommerce-Unternehmen mit 5, 20 oder 50 Mitarbeitern sind in allen Ecken Deutschlands zu finden. Die wenigsten Unternehmer davon haben das Ziel, innerhalb kürzester Zeit auf mehrere hundert oder tausend Mitarbeiter zu wachsen und dann nach einem millionenschweren Verkauf den unter Umständen noch sehr langen Lebensabend in der Hängematte zu verbringen.

Im stationären Handel wird seit Jahrzehnten vielfach die Zentralisierung auf wenige große Anbieter kritisiert. Und auch im Netz mögen einige Unternehmer auf Grund der scheinbaren Übermacht der großen Anbieter wie Amazon oder eBay bereits vor dem Start ihres Onlineshops kapitulieren. Glücklicherweise gibt es aber jeden Tag neue und mutige Unternehmer, die sich auf das spannende Abenteuer einlassen und einen Onlineshop starten. Diese lassen sich auch nicht von den Ammenmärchen aufhalten, dass es sich angeblich nicht mehr lohnt, in diesem oder jenen Bereich einen Shop zu starten. Ja, es gibt gut besetzte Märkte. Aber dass dies keine Garantie für einen immerwährenden Platz auf dem Thron ist, das zeigen in der nahen Vergangenheit die Niedergänge von Quelle und Neckermann. Würde es stimmen, dass die Plätze im Kopf der Kunden fest zementiert vergeben sind, dann ginge beispielsweise der Schrei vor Glück in Richtung Deichmann und nicht an Zalando. Auch in der Netzwelt gibt es keine Garantie auf die Marktführerschaft. Es ist im realen Leben gerechnet noch keine Ewigkeit her, da war Fireball der größte deutschsprachige Suchdienst. Und Netscape war der führende Webbrowser. Wer kennt diese Namen heute noch?

Einen Onlineshop zu eröffnen ist ein Abenteuer. Aber das ist ein eigenes Unternehmen schon immer gewesen.

Glück und Leiden liegen im Onlinehandel ebenso nahe bei einander, wie es auch im stationären Handel der Fall ist. Eine gute Idee, die sorgfältige Untersuchung des Marktes mit seinen individuellen Gegebenheiten, gepaart mit den Wissen um die Besonderheiten des Onlinehandels, das sind für jeden Unternehmer oder Existenzgründer die selbstverständlichen Grundsteine seines Handelns.

Die besonderen Gegebenheiten im Onlinehandel

Gerade diese Besonderheiten des Onlinehandels sind es jedoch, die einen Shopbetreiber häufig vor knifflige Aufgaben stellen. Nicht nur in der Vorbereitungsphase von der Konzeption bis zum Startschuss. Alltäglich stellen sich in der Praxis Fragen, für dessen Recherche zur Beantwortung viel wertvolle Zeit benötigt wird.

Wie versendet man eine Nachnahme, die auf zwei oder mehr Pakete verteilt werden muss? Die Nachnahme auf ein Paket zu erheben und die restlichen Bestandteile der Bestellung als normale Sendung zu verschicken, wäre eine schlechte Lösung. Oder was meinen die Versender mit dem oftmals erforderlichen Digicode für Lieferungen nach Frankreich? Wer übernimmt das Handling für den Versand und den Zoll bei Direktimporten aus China und welche besonderen Vorschriften sind als Importeur in verschiedenen Warengruppen zu beachten? Kann man als reiner B2B-Shop auch Verbraucher beliefern? Welche Zahlarten sind heute unverzichtbarer Standard, auf welche Zahlungsmittel kann man ohne Kaufabbrüche verzichten und welcher Paymentpartner bietet die besten Konditionen? Wie funktioniert das mit der automatischen Bonitätsauskunft im Onlineshop, wo bekommt man diese und was kostet sie? Aber auch Dinge wie der optimierte Einkauf von Verpackungen und Füllmaterial, sowie die Generierung von qualitativ hochwertigen und einzigartigen Artikelbeschreibungen und Produktfotos sind Themen, bei denen sich der Blick über den Tellerrand für den Onlinehändler lohnt.

Ein wichtiger Punkt für jeden Betreiber eines Onlineshops ist auch die Beachtung der rechtlichen Belange. Oftmals hat man das Gefühl, die kleineren Shops sind eine willkommen Spielwiese und Geldquelle für Abmahnanwälte. Sie sind für die entsprechenden Kanzleien die leichteren Opfer, als die personell und finanziell bestens ausgestatteten Rechtsabteilungen von Amazon, Ebay & Co.

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

29. November 2012 von Andreas Frank
Kategorien: eCommerce, Veröffentlichungen | Kommentare deaktiviert für Der Onlinhandel besteht nicht nur aus Amazon und Zalando