Die falsche Lösung für das richtige Problem

Unnötige Retouren sind für jeden Onlinehändler ein Graus. Besonders hart trifft es Modeversender. Gerne werden von Hosen, Hemden, Blusen und Schuhen mal mehrere Größen bestellt und die nicht passenden Artikel gehen zurück.

Mit mifitto der rocket eleven GmbH aus Krefeld steht die Lösung des Problems für alle Schuhversender im Startup-Startblock:

“Mit mifitto findest du schon bald online deine passende Schuhgröße. Mit unserer neuen Technologie kannst du ganz einfach, kostenlos und schnell deine exakten Fußmaße ermitteln.”.

Dass sich ein Startup des Themas Größenermittlung für Onlinehändler annimmt – schön.

Aber steckt dahinter ein tragfähiges Geschäftsmodell? Oder ist mifitto „Built to fail“, wie ein Leser auf Deutsche-Startups.de die Meldung über das Projekt kommentiert.

Die Krücken im Geschäftsmodell sind im Grunde schnell gefunden:

Der Ablauf ist für den Kunden zu kompliziert und aufwändig:

Um meine passende Schuhgröße zu ermitteln, soll ich ein Blatt Papier nehmen, den Umriß meines Fußes aufmalen, die App öffnen, damit das Blatt fotografieren, durch die App Maße für Breite und Höhe ermitteln lassen, diese Werte auf der Internetseite von mifitto eingeben und dann werden mir passende Modelle von den angeschlossenen Partnershops angezeigt. Alternativ kann ich das Blatt auch per eMail schicken um auf diesem Wege dann meine Maße zu erhalten, oder aber ich nehme die Messung mit einem Lineal selbst vor.

Puuh, ganz schön viel Action.

Mal ehrlich, wie viele Kunden werden diesen Aufwand betreiben, wo sie doch im Grundsatz schon wissen, welche Schuhgröße sie haben? Ein paar wenige Neugierige sicherlich, aber doch niemals die große Masse. Und auf die kommt es aber an. Von ein paar Early Adopters kann kein Shop leben. Zumal sich diese eine neue Technologie oftmals nur anschauen, um ihre Neugierde zu befriedigen, aber nicht unbedingt eine Bestellung bis zum Checkout_Success durchziehen.

 

Die ermittelten Schuhgrößen werden mit dieser Methode nie exakt sein können

Die Gründer von mifitto werden mir höchstwahrscheinlich heftigst widersprechen, aber diese hier erdachte Art der Schuhgrößenermittlung kann niemals funktionieren!

Der Knackpunkt ist der Anwender. Zeichnen Sie mal die Umrisse Ihres Fußes auf ein Blatt Papier …tick tack tick tack … haben Sie es getan? Den Umriß aussen bekommt man prima hin, kein Problem. Aber haben Sie es bemerkt, bei der Innenseite ist viel zeichnerischer Spielraum.

mifitto hat dafür einen Tipp parat: „Halte den Stift dabei möglichst senkrecht und direkt am Fuß“. Schöner Tipp, funktioniert aber bei der Innenseite nicht. Nur ganz kleine Haltungsveränderungen ergeben auf dem Papier schon Abweichungen von 5 bis 10 mm. Welcher Umriß ist denn nun der passende? Und was bedeutet „möglichst“ konkret in Millimeter ausgedrückt oder im prozentualen Verhältnis zur Fußbreite?

Dass ich Schuhgröße 42 habe, das ist mir bekannt, Mit diesem Wissen kann ich shoppen gehen. Aber Schuhe fallen unterschiedlich aus, also benötige ich halt auch mal 41 1/2 oder 43. Genau dafür möchte mifitto die Lösung bieten. Aber was bringt denn eine Messung, die schon im Ansatz zu viel Spielraum bietet? Dann kann ich doch gleich meinen Schuh in zwei verschiedenen Größen bestellen und das nicht passenden Paar eben retour schicken.

Wenn schon eine Größenermittlung mittels einer App, dann muss diese idiotensicher gemacht sein.

Ein Lösungsansatz: der Kunde startet die App, fotografiert mit seinem Handy seinen Fuss und fertig. Die komplette Erfassung und Auswertung erfolgt mittels des Fotos. Sicher nicht leicht zu lösen, da Referenzwerte für die Größenermittlung schwer zu integrieren sind. Aber nur so kann die gravierende und entscheidende Fehlerquelle namens User ausgeschaltet werden.

 

Die Technik ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht zuverlässig

Lassen wir mal alle grundsätzlichen Probleme mit der Datenerfassung ausser acht und nehmen einfach mal an, dass alle Anwender schön im Sinne der Erfinder ihre Fußabdrücke aufs Papier bringen.

Ich habe die App getestet, habe meinen Fußumriß gezeichnet, fotografiert und von der App auswerten lassen. Hier die Ergebnisse – und wohlgemerkt, ich habe immer die identische Zeichnung verwendet:

 

Auf welcher Basis werden mir nun „passende“ Schuhe angeboten? Muss ich als User eine Serie von zehn oder 20 Messungen machen und daraus Mittelwerte ermitteln?

OK, das war spitz formuliert, aber im Grundsatz doch richtig: bei solch unterschiedlichen Auswertungsergebnissen einer unveränderten Zeichnung kann das Geschäftsmodell auch von dieser Seite her nicht funktionieren.

 

Es gibt eine ganz smarte Lösung!

Schuhe fallen unterschiedlich aus. Händler und Kunden möchten, dass die bestellten Schuhe passen und die Retourenquote sinkt. Punkt.

Das ist mal die ganz banale Aufgabenstellung, dafür soll eine Lösung gebastelt werden.

Was haben wir dazu in unserer Werkzweugkiste? Sehr viel!

Wir haben einen Shopbetreiber, der jeden Schuh beim Wareneingang nach seinen einheitlichen und durchgängig anzuwendenen Kriterien exakt vermessen kann.

Und sollte der potentielle Kunde nicht Barfußläufer sein, dann hat dieser jede Menge Schuhe zu Hause, von denen er weiß, dass sie ihm passen.

Nun geht es doch nur noch darum, diese Daten und Erfahrungswerte abzugleichen. OK, neudeutsch sollte ich „matchen“ sagen.

Im Onlineshop sucht sich der Kunden sein gewünschtes Paar Schuhe aus und in seinem Profil listet er die Schuhe auf, von denen er weiß, dass sie ihm passen.

Der Shop macht ihm dann basierend auf der Datenbank Größenvorschläge: “Du hasst bei Lloyd Modell Hudson EU 8 1/2, dann passt Dir bei Timberland Modell Authentics 3 Eye Classic die US-Größe 11″.

So einfach kann es sein!

Mit jeder Schubestellung verfeinert sich das persönliche Schuhgrößenprofil und zudem profitiert jeder Kunden auch von den Erfahrungswerten der anderen Kunden des Onlineshops.

Für den Onlinehändler hat diese Datenbank zudem noch den Vorteil, ein hervorragendes Kundenbindungsprogramm zu sein. Ein Tool zur Stammkundengenerierung ohne Mehrkosten oben drauf. Auch halten sich die Kunden nur auf seiner Seite auf, müssen keine Dienste von Dritten in Anspruch nehmen und die Daten sind in einer Hand.

Da brauche ich keine App mit „neuen Technolgien“ durchs Dorf jagen, da muss ich mir kein kompliziertes und fraudanfälliges Affiliatekonstrukt ausdenken oder über Lizenzkonditionen verhandeln.

Solch ein Tool läßt sich prima als Plugin für verschiedene Shopsysteme entwickeln. Dazu packe ich noch eine Schulung bei den Händlern vor Ort, wie diese die Schuhvermessung sinnvoll in ihren Workflow integrieren und fertig ist ein nettes Paket, mit dem sich Geld verdienen läßt.

Ehrlich gesagt halte ich diese Idee nicht für eine solche. Dafür ist die Lösung zu banal und zu offensichtlich auf der Hand. Deshalb kann sie jeder gerne nutzen. Ich freue mich darauf, die ersten Umsetzungen im Netz zu erleben.

 

Nachtrag / 23. Juli 2013:

Seitens der mifitto-Betreiber wurde ich aufgefordert, die App „aus der Sicht eines unvoreingenommenen Nutzers (zu) testen (…)“.

Alleine die Unterstellung, ich wäre beim ersten Test nicht unvoreingenommen gewesen, halte ich für sehr unhöflich! Warum sollte ich denn nicht neutral darüber berichten?

Auch gibt es mir zu denken, dass man die App offensichtlich und gemäß mifitto-Aussage mit seinen Gedanken beeinflußen kann. Man zeichnet seinen Fuß, fotografiert diesen Umriß und erhält von der App gewisse Werte angezeigt. Und bei meinem ersten Test bekam ich bei jeder Auswertung der identischen Zeichnung verschiedene Werte. Dies geschah sicher durch meine Voreingenommenheit? Huii, das ist wohl Magie?

OK, liebe mifitto-Betreiber, ich habe eben nochmals meinen Fuß gezeichnet und versuchte dann bei der Appanwendung möglichst an nichts zu denken.

Vier Messungen, vier verschiedene Ergebniss: 26,5 x 9,6 – 29,2 x 10,1 – 26,5 x 9,7 – 29,0 x 14,4

Mal ganz abgesehen davon, dass es schon im Grundsatz des Prozeßes ein KO-Kriterium gibt und ich bei fünf Umrißzeichnungen fünf verschiedene Varianten malte – und ich im Umgang mit dem Kugelschreiber sicher nicht ungeübter als der Durchschnittskunde bin – will mir jetzt noch jemand erzählen, dass man mit dieser Lösung die Retourenquote durch ungenaue Größenangaben im Distanzhandel senken kann?

Es bringt mir als ganz gewöhnlicher User nichts, wenn mir Datenchaos präsentiert wird. Welche Zahlen soll ich den nehmen, welche stimmen? mifitto empfiehlt die FAQ und die Hilfeseite. Wenn ich aber einfach nur ein paar Schuhe kaufen möchte, dann will ich mich doch nicht damit rumschlagen. Auch muss ich erst einmal wissen, dass die mir angezeigten Daten eventuell nicht stimmen! Was ist mit dem Anwender, der dieser App vertraut und die Daten einer einzelnen Messung verwendet? Wie lange bleiben die Shoppartner bei der Stange, wenn sie keine spürbaren Retourenrückgänge haben? Sogar noch schlimmer, eine eventuelle Kritik des Kunden durch Fehllieferung bleibt beim Händler hängen, nicht bei mifitto.

Sorry, je länger ich darüber nachdenke und je mehr Testreihen ich durch habe, das System klemmt ganz gewaltig. Schade, denn wie oben geschrieben, es könte auf einfache Art viel zuverlässiger funktionieren – aber dann würde keine spezielle App zum Einsatz kommen und die Pressemitteilungen würden viel langweiliger klingen.

mifitto hat sich einer Problemstellung angenommen, deren Lösung für viele Händler enorme Vorteile bringen kann. Mir fällt kein Grund ein, weshalb ich mifitto nicht einen großartigen Erfolg wünschen sollte.

Es fällt mir aber auch kein Grund ein, warum ich eine Lösung loben sollte, deren Umsetzung für mich nicht schlüssig ist. Wenn ein System zur Größenermittlung schon im ersten Schritt auf unzuverlässige Daten setzt, dann kann mich das nicht begeistern.

Leider ist es eine Unsitte geworden, dass viele Startups meinen, dass Berichte über sie durchgängig positiv sein müssen. Nicht zuletzt wohl dadurch, dass es viele Blogs gibt, wo Lobhudeleien gekauft werden können. Ich bin unabhängig und nur meiner persönlichen Meinung verpflichtet. Meine journalistische Berichterstattung basiert auf dem Grundgesetz und der Presse- und Meinungsfreiheit.

 

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

18. Juli 2013 von Andreas Frank
Kategorien: eCommerce, Online-Marketing, Startups | 5 Kommentare

Kommentare (5)

  1. Ich finde es ja sehr schön, wie sie sich mit der Thematik dieser Seite befassen, jedoch verstehe ich ihre Kritikversuche nicht. Das einzige was mir hier auffällt ist, dass sich anscheinend jemand sind, der die Ideen anderer benötigt um darauf aufbauend eigene Konzepte zu entwickeln. Diese destruktive Kritik behindert die Arbeit von jungen Denkern, die sich mit Mühe einen steilen Berg erkämpfen. Die Unternehmen haben, wie ich mir eigentlich vorstellen kann, genau Kooperationen und eigene Wünsche vorgetragen, sodass ich diese finde, dass sich ihre Kritik, die sehr negativ ausfällt, waaghalsig durchdacht befinde. Nachdem jemand eine Idee vorgebracht und umgesetzt hat, gibt es danach immer Leute die sagen wie man es hätte besser machen können. Jedoch kommt es auf die an, die den Stein ins Rollen bringen. Dazu gilt das Prinzip KvP ( kontinuierlicher Verbesserungsprozess). Nachdem Windows herausgebracht wurde, kann jeder User sicher mindestens 3 oder sogar mehr Verbesserungsvorschläge anbringen. Aber hierbei wird eine möglicherweise als konstruktive Kritik beabsichtigte Aussage nicht so negativ verfasst.
    Man sollte sich mal Gedanken mit der Beabsichtigung solcher Kritiken machen.

  2. Hallo Herr „fler“, es sind keine Kritikversuche, sondern es ist tatsächliche Kritik. Auch liegt es in der Natur der Sache, dass „Kritik“ vom Grundsatz her negativ ist, sonst wäre es nämlich „Lob“. 😉

    Hier nochmals für Sie in Kurzfassung (die Einzelheiten lesen Sie im obigen Text eventuell einfach nochmals nach):

    – Der Ablauf ist für den Kunden zu kompliziert und aufwändig
    – Die ermittelten Schuhgrößen werden mit dieser Methode nie exakt sein können
    – Die Technik ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht zuverlässig

    Im Allgemeinen auffallend ist, dass sich die überwiegend jungen Mitarbeiter der Startupszene sehr schwer mit Kritik abfinden können. Dass solch eine unabhängige und neutrale Kritik genutzt werden kann, um das eigene Geschäftsmodell zu optimieren, ist dort noch nicht angekommen. In diesem Punkt kann von der „Old Economy“ noch viel gelernt werden. Produktweiterentwicklungen basieren meist auf Kritik. Gerade für den von Ihnen selbst angebrachten KvP ist diese unabdingbar.

    Wenn Sie schreiben, dass ich „(…) anscheinend jemand bin (sind), der die Ideen anderer benötigt um darauf aufbauend eigene Konzepte zu entwickeln.“, dann haben Sie sich noch nie mit meiner Person beschäftigt. Ganz speziell für Sie die Info: Appkalkulator, WerbeCheck, Rotstift, Künstlersozialabgabe, Energiepass, u.v.w.m. – all diese erfolgreichen Projekte haben als alleinige Basis meine eigenen Ideen und Visionen. Aber sei es drum, wahrscheinlich möchten Sie sowieso einfach mal mit Ihrer hier genutzten Anonymität etwas „rummotzen“ und „Dampf ablassen“. Wenn es Ihnen Erleicherung verschafft, dann sei es Ihnen gegönnt.

    Warum haben Sie die Kommentarfunktion nicht genutzt, um auf meine einzelnen Kritikpunkte einzugehen?

    Wie läßt sich Ihrer Meinung nach vermeiden, dass der User unterschiedliche Zeichnungen mit unterschiedlichen Maßen seines Fußes zeichnet? Und vergessen Sie nicht: die Zeichnung ist die Basis. Ist diese falsch, dann kann dieser Fehler in keinem Punkt des weiten Ablaufes korrigiert werden.

    Wie kann Ihrer Meinung nach zuverlässig eine passende Schuhgröße ermittelt werden, wenn die App bei jeder Auswertung einer identischen Zeichnung unterschiedliche Daten auswirft?

    Wie kommen Sie zu der Annahme, dass der User diesen komplexen und zeitaufwändigen Ablauf auf sich nimmt, anstatt einfach wie bisher verschiedene Größen zu bestellen?

    Leisten Sie einen konstruktiven Beitrag, werden Sie konkret!

  3. Nunja Ihre Vormulierung mit der „Old Economy“ kann man auch so darstellen, dass diese nicht mit jungen Startupunternehmungen einverstanden sind und deshalb so kritisieren.
    Anonymität im Internet ist doch gestattet soviel ich weiß, oder haben Sie dahingehend auch einen Verbesserungsvorschlag an das internet, dass man nicht anonym surfen sollte ;);P?
    Es freut mich zu hören, dass sie schon viel in Ihrem Leben erreicht haben. Sie müssen aber sehr viel Kritik empfangen haben, wie ich das hier sehe um die Ihre weiterzugeben :D. Nunja wenn man gerade anfang 20 ist dann hat man noch nicht so viel Zeit gehabt Konzepte zu entwickeln, deshalb sollte man sich freuen das sich trotzdem junge Menschen daran wagen.
    Ihrem Ansatz nach wäre ja dann das komplette Entwicklungsteam der App sowie die Mitarbeiter der großen Käuferunternehmen inkompetent, weil sie die App anders als Ihren Vorstellungen entsprechend entwickelt haben, wie sich es nennen würden nicht alttagstauglich.
    Letztlich sollte man sich erstmal darüber im Klaren sein, dass worauf die Retoure- Paktete basieren. Sind es ausschlich falsche Größen oder missbrauchen die Verbraucher eher diese kostenlose Möglichkeit um sich für einen Abend schöne Schuhe zu bestellen ohne diese gleich kaufen zu müssen? Wäre ihrerseits echtes Interesse an der App da, dann würden Sie sich sicher direkt an die Anbieter wenden und nicht in Foren deren Arbeit zerhackstücken :p.

  4. Mit keinem Wort habe ich das Entwicklungsteam als inkompetent bezeichnet! Das ist von Ihnen eine sehr wirre Interpretation meiner Kritik, dass die App einfach bei jeder Messung einen anderen Wert ausgibt.

    Sie möchten sich für das Team engagieren, prima. Aber anstatt dann persönlich-polemisch zu werden, leisten Sie doch einfach einmal einen tatsächlich konstruktiven Beitrag und beantworten meine vorgehenden Fragen in der Antwort auf Ihren Kommentar.

    Die IP-Adresse Ihrer beiden Postings kommt von einem Knoten, der 17 km Luftlinie vom Sitz der Betreibergesellschaft entfernt ist. Die Vermutung liegt auf der Hand, dass Sie aus dem Umfeld des Teams kommen, oder auch dazu gehören. Da müssen Sie sich doch nicht hinter „fler“ und „Dagobert Duck“ verstecken. Selbstverständlich dürfen Sie hier anonym posten. Ich denke aber, wer eine Meinung hat, der kann auch mit seinem Namen dazu stehen!

    Und noch ein paar Anmerkungen zu Ihrem Satz „Wäre ihrerseits echtes Interesse an der App da, dann würden Sie sich sicher direkt an die Anbieter wenden und nicht in Foren deren Arbeit zerhackstücken“:

    Lieber Anonymus, ich habe eine im Netz vorgestellte Idee getestet und kommentiert. Dazu habe ich mich ausführlich mit dieser beschäftigt und mir über die diversen Abläufe intensive Gedanken gemacht. Nur so kam auch der Test und der Artikel zu Stande. Was sollte noch getan werden, dass es auch in Ihrem Sinne „echtes Interesse“ ist?

    Lieber Anonymus, wenn Sie sich für ein neues Produkt interessieren oder eventuell einen Urlaub buchen möchten, nutzen Sie dann Berichte und Tests für Ihre persönliche Entscheidungsfindung? Und finden Sie diese Sichtweisen externer Stellen hilfreich? Ja? Sehen Sie, so funktioniert Meinungsbildung. Ihren Gedanken fortgeführt würde es bedeuten, keinerlei Berichterstattung mehr über Produkte und Unternehmen in Stern, Spiegel, Focus und Co., das sofortige Aus für HolidayCheck, Stiftung Warentest und Konsorten – denn Sie verlangen ja, dass Kritiker sich an die jeweiligen Anbieter wenden, statt in einem Medium darüber zu berichten. Demokratie und Meinungsbildung sind Themen, mit denen Sie sich bitte nochmals auseinandersetzen.

    Das Startup wurde im Netz präsentiert, ich habe es mir angeschaut, mir sind ein paar Dinge durch den Kopf gegangen, was man anders und besser machen könnte und darüber habe ich geschrieben. So wie ich dies regelmäßig mache.

    Gerne diskutiere ich kontrovers über meine Meinung. Dann aber sollte es auch etwas mehr Substanz haben, als das, was bisher von dem einen Kommentierer geliefert wurde. Von daher: sollten sich weitere Kommentare auf diesem inhaltlich niedrigen Niveau bewegen, so werde ich diese nicht weiter beachten. Hätte ich Lust, den Stoff der 5. Klasse in Gemeinschaftskunde zu vermitteln, dann wäre ich Pädagoge geworden.

    Punkt.

  5. Die Sache ist ganz einfach: ein Haus ohne solides Fundament stürzt ein. Und hier ist das Fundament einfach nicht solide. Wenn die BASIS, nämlich die Zeichnung vom Kunden, nicht stimmt, wie sollen sich dann die Werte für die richtige Schuhgrößenermittlung im Laufe des Prozesses verbessern??? Bei der Abweichung kann ich doch gleich auf die Schuhgrößenangabe des Herstellers vertrauen. Mehr Abweichung als eine Kundenzeichnung habe ich da auch nicht. Also: überflüssiges Tool. Zudem: viel zu viel Aufwand für den Kunden.