Einfach und überzeugend – mehr Umsatz für Onlineshops durch KRYD

Seedmatch.de hat die Schlagzahl deutlich erhöht und bringt ein Funding nach dem anderen an den Start. Dadurch ergibt sich fast zwangsläufig, dass sich manche Startups nun viel schwerer mit dem Geldeinsammeln tun, als dies zu Beginn der Plattform noch der Fall war. Der Newbie-Bonus ist aufgebraucht, nun zählen echte Ideen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es beispielsweise eine Tampon-Werbebox heute nochmals bis zum Fundinglimit schaffen würde.

Eine gewisse Verwässerung ist festzustellen und nicht alle Ideen der letzten Investmentangebote überzeugen mich. Warum ich in Changers investieren soll, das erschließt sich mir nicht. Solarzellen – um mein iPhone oder iPad unterwegs aufladen zu können – bekomme ich in unterschiedlichen Qualitäten an jeder Ecke. Und nur wegen der Schnittstelle in eine Community, der ich meine Sonnenenergiegewinnungsbilanz mitteilen kann, werde ich sicher nicht den doppelten Marktpreis für ein Solarpad bezahlen. So groß ist dann mein Ego doch nicht. Bonuspunkte für vergünstigten Produkteinkauf? Geschenkt. Und auch MiBaby ist mir – wenngleich sie ihr Fundinglimit mit 250.000 € schnell erreichten – als Affiliate- und Werbeplatzschleuder von der Nachhaltigkeit und der Idee her zu dünn.

Heute nun aber die Vorankündigung einer wirklich sinnvollen und spannenden Idee: KRYD

„Mit KRYD machen Online-Shops schnell und einfach mehr Umsatz. KRYD analysiert das Kundenverhalten und aktiviert Kunden vollautomatisch mit maßgeschneiderten E-Mail-Kampagnen.“.

Tolle und effektive Ideen können so schön simpel sein.

Wenn Sie sich bei mir im WerbeCheck-Shop für ein Produkt interessieren, dieses in den Warenkorb legen, sich ein Kundenkonto anlegen und dann aber den Kauf abbrechen, dann tritt die Maschine Mensch in Aktion. Soll heißen, ich nehme Ihre eMail-Adresse, füge diese im Outlook in eine neue Nachricht ein und kopiere aus einer Vorlage den Betreff und die Nachricht. Diese passe ich dann individuell an, je nachdem für welches Produkt Sie sich interessiert haben und ob Sie schon einmal etwas bei mir gekauft haben.

„Haben Sie Fragen zum Bestellablauf bei WerbeCheck?“, „Vorkasse-Bestellungen aus Österreich auch sofort lieferbar“ oder „Ihr Upgrade-Gutschein über 79,90 €“ – so lauten ein paar der eMails an Interessenten, die ihre Bestellung abgebrochen oder an Bestandskunden, die sich nach längerer Zeit wieder einmal im Shop ohne Bestellung angemeldet haben. Die Bestellquote auf Grund solcher Nachfassmails ist großartig. Viele Kunden können durch dieses einfache Anschreiben doch noch zum Kauf animiert werden.

Allerdings ist meine Vorgehensweise natürlich sehr antiquiert und aufwändig. Zudem ist sie auch noch lückenhaft. Denn nicht jeder Bestandskunde der sich anmeldet, wird auch tatsächlich von mir erfasst und nachbearbeitet.

Vielfach kolportiert aber nirgends verlässlich zu verifizieren ist die Aussage, dass es wohl sechs bis sieben Mal so viel kostet einen Neukunden zu gewinnen, wie einen Bestandskunden zu einem neuerlichen Kauf zu bewegen. Aber ganz egal, ob diese Zahl nun exakt stimmt, vom Grundsatz her kann man diese Aussage unterschreiben. Auch KRYD argumentiert damit für seine Dienstleistung.

Was macht KRYD?

Nach eigenen Aussagen ist KRYD ein ganz einfach in den eigenen Shop zu integrierendes System, welches Kunden dann automatisch anschreibt, wenn sie ihren Einkauf abbrechen. Oder aber dann, wenn der Kunde sich im Shop angemeldet hat und über einen definierten Zeitraum keine Aktivität mehr erfolgt. KRYD analysiert das Verhalten der angemeldeten Kunden und löst je nach Regel eine eMail-Aktion aus. Diese Regeln und die sich anschließenden eMail-Kampagnen können mittels eines übersichtlichen Frontend festgelegt werden.

Wer nicht aus der eigenen Praxis weiß, wie effektiv solche Nachfassaktionen sind, der wird sich erst einmal wundern, was denn an KRYD so toll sein soll. Mehrfach habe ich nach Zusatzmodulen für meinen Shop gesucht, die genau dies machen und vor allem idiotensicher in der Anwendung sind. Programmieren lassen für viel Geld – das kommt für die Mehrzahl der über 100.000 Onlineshops in Deutschland nicht in Frage. Aber ein faires Abomodell, gestaffelt nach Kampagnen und Anzahl der Aktionen – das wird erfolgreich sein.

In Kürze sind auf seedmatch.de/kryd der Businessplan und sicher auch die ersten Fragen + Antworten zum Geschäftsmodell abrufbar. Starttermin für das Funding ist Donnerstag, der 14. März 2013 um 12 Uhr. Die Fundingschwelle von 50.000 € sollte schnell erreicht sein.

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

11. März 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Crowdinvesting, eCommerce, Startups | Kommentare deaktiviert für Einfach und überzeugend – mehr Umsatz für Onlineshops durch KRYD