KRYD kommt mit dem Funding auf Seedmatch nicht so richtig in Fahrt

Nachdem ich mich mit KRYD und deren Geschäftsidee beschäftigt habe, dachte ich eigentlich, dass die Fundingschwelle von 50.000 € auf Seedmatch schnell erreicht ist. Nun wurden allerdings nach viereinhalb Tagen erst 20.500 € erzielt. Anzunehmen, dass dies für die Macher von KRYD und Seedmatch ein ernüchterndes Ergebnis ist.

Sicher ist es so, dass Seedmatch ein paar Fundings zu viel in relativ kurzer Zeit an den Start gebracht hat. Neben KRYD buhlen dort derzeit auch Carzapp, Changers, Saustark Design, Honestly, Front Row Society und ETukTuk um Investoren. Keines dieser Startups hat bis jetzt das Fundinglimit erreicht und neben KRYD hat auch Changers noch nicht einmal die Fundingschwelle in Sichtweite.

Sieben Angebote mit einem potentiellen Funding in Gesamthöhe von 1,9 Millionen Euro sind – unabhängig von den jeweiligen Geschäftsideen – zu viel für die Plattform. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Interessentenzahl dort derart sprunghaft angestiegen ist. Und sicher nicht alle bestehenden Seematch-Kunden investieren in jedes dort propagierte Startup ein paar hundert oder ein paar tausend Euro. Weniger ist manches Mal eben doch mehr und Seedmatch wäre gut beraten gewesen, nicht so schnell derart viele Startups zum Funding an den Start zu bringen.

Dass ich Changers nicht für die tollste Idee halte, das habe ich ebenfalls hier in diesem Blog kommuniziert. Aber bei KRYD bin ich überrascht. Eventuell ist es den potentiellen Investoren nicht klar, welch große Umsatzchance dieses System einem Onlineshop bietet.

Noch sind ja 56 Tage Zeit und ich wünsche es KRYD sehr, dass sie ihr Funding erfolgreich abschließen. Die Idee ist gut!

 

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

18. März 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Crowdinvesting, eCommerce, Startups | Kommentare deaktiviert für KRYD kommt mit dem Funding auf Seedmatch nicht so richtig in Fahrt