Startups im Gespräch: Crowdrange.de

Wie in meinem ersten Beitrag über die neue Crowdinvesting-Plattform Crowdrange angekündigt, hier das Feedback auf meine Fragen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle für die schnelle Bearbeitung! Die Pressearbeit funktioniert bei diesem Startup schon einmal hervorragend.

Was unterscheidet Crowdrange von Wettbewerbern wie Seedmatch oder Companisto?

Crowdrange unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von seinen Wettbewerbern:

Wir bündeln die Möglichkeiten der Startup-Finanzierung, Wachstumsfinanzierung und der Finanzierung von Projekten karitativer Natur auf einer einzigen Plattform. Ganz gleich, in welchem Bereich der Investor unterwegs ist, er wird nach seinem Investment nicht allein gelassen.

Der Investor kann ein transparentes und detailliertes Controlling seiner Beteiligungen erwarten. Crowdrange strebt darüber hinaus eine Bafin-Regulierung an, um sich nicht nur auf einige Finanzinstrumente beschränken zu müssen.

Weshalb sollte sich ein Startup zuerst bei Crowdrange um ein Funding bewerben?

Crowdrange bietet dem Startup eine besondere Expertise durch seine strategischen Partner. Zum Beirat und Aktionärskreis gehören erfahrene Unternehmerpersönlichkeiten, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und renommierte Agenturen.

Das erste Funding „Just Spices“ ist gestartet. Der Start ist noch etwas verhalten. Enttäuscht, oder sind das die normalen Geburtswehen einer neuen Plattform?

Wir sind keineswegs enttäuscht, denn die Plattform ist gerade mal seit 4 Tagen online. Wir sind uns sicher, dass Just Spices die Fundingschwelle erreichen wird.

Crowdrange geht von Beginn an den Weg des Partiarischen Darlehens. Ist dies ein Signal dafür, dass es bei weiteren Fundings nicht bei dem Fundinglimit von 100.000 € bleiben wird?

Bei der Wachstumsfinanzierung im Bereich C-Grow kommen wir mit 100.000 EUR nicht aus. Hier geht es um größere Summen. Wir beschränken uns nicht nur auf Partiarische Darlehen. Spätestens nach Erlangung der Bafin-Regulierung stehen uns hier weitere spannende Möglichkeiten zur Auswahl.

Plattformen wie Seedmatch bezeichnen sich als Partner für Crowdfunding, obwohl es dort um Crowdinvesting geht. Sie hingegen agieren mit dem Begriff Crowdinvesting, bieten aber mit dem Funding für das Toni Turek-Denkmal auch Crowdfunding an. Fungiert der Bereich „C-Fund“ lediglich als Marketinginstrument um Reichweite zu gewinnen?

C-Fund ist eine Hommage an den Ursprungsgedanken des Crowdfunding. Hier geht es nicht darum Reichweite zu gewinnen, sondern Investoren auf interessante Projekte ideeller und karitativer Art aufmerksam zu machen.

Crowdrange strebt eine große Zielgruppe an. Hier möchten wir Projekten aller Art, ganz gleich ob aus dem Crowdinvesting oder Crowdfunding, die Möglichkeit der Platzierung geben.

Wie finanziert sich Crowdrange bisher? Der prominent besetzte Aufsichtsrat und Beirat lässt vermuten, dass Business Angels aus deren Reihen beim Start geholfen haben.

Crowdrange ist eine Aktiengesellschaft mit acht Aktionären. Die Aktionäre setzen sich aus Beteiligungsgesellschaften, dem Management und zahlreicher strategischer Partner zusammen. Das Personaltableau im Aufsichts- und Beirat bündelt sehr viele Kompetenzen und steht für ein großes Netzwerk.

Von diesem Netzwerk profitieren nicht nur wir, sondern auch Unternehmen, die auf Crowdrange platzieren.

 

Seit ich nun vor einem Jahr mein Buch über die Finanzierungsmöglichkeiten auch mittels Crowdinvesting veröffentlicht habe, sind zahlreiche neue Plattformen dieser Art entstanden. Wie viele und welche sich letztlich davon am Markt über einen längeren Zeitraum durchsetzen werden, das wird sich weisen.

Crowdrange ist das bislang jüngste Kind einer noch wachsenden Branche. Mit einem guten Team und dem oben genannten Aufsichtsrat und Beirat im Rücken, kann es gut sein, dass der Rückstand auf die schon länger agierenden Plattformen schnell aufgeholt ist.

Zudem hat Crowdrange mit Düsseldorf einen wirtschaftlich sehr interessanten Standort, der mit Startups noch nicht so überflutet ist, wie beispielsweise Berlin oder München. Selbstverständlich ist solch ein Business nicht ortsabhängig, aber geschickt angewendet, kann etwas Lokalkolorit ganz hilfreich sein, tolle neue Startups und auch Investoren anzulocken.

Der aus meiner Sicht größte Benefit dieser Plattform besteht darin, dass ich als Investor unter „C-Trade“ meine Anteile auch verkaufen kann und nicht bis zur ursprünglich eingegangenen Frist warten muss. Die sonst üblichen fünf oder sieben Jahre sind ein langer Zeitraum. Bei Crowdrange habe ich ein Instrumentarium in der Hand, um diese Zeitspanne selbst etwas beeinflußen zu können.

Ein interessantes Feature, welches auch in die Kriterienprüfung einfließen wird, wenn der potentielle Investor sich unter vielen Angeboten entscheiden muss. Es wird spannend zu beobachten sein, in wiefern diese Möglichket des Handels unter den Investoren genutzt wird.

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

29. Mai 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Crowdinvesting, eCommerce, Startups | Kommentare deaktiviert für Startups im Gespräch: Crowdrange.de