Startups im Gespräch: KRYD.DE

Wie bereits berichtet, vor wenigen Tagen ist das Funding für das Startup KRYD auf Seedmatch gestartet.

KRYD ermöglicht den Betreibern von Onlineshops, ungenutztes Umsatzpotential aus dem bestehenden Kundenstamm oder aus Kaufabbrüchen automatisiert zu monetarisieren.

Dazu analysiert das KRYD-System das Kundenverhalten und reagiert darauf weitgehend individuell je nach verschiedenen festgelegten Regeln. Beispielsweise kann ein Kunde automatisch per eMail angeschrieben werden, wenn er über einen definierten Zeitraum keine Bestellung mehr getätigt hat. Oder aber ein Kunde, der seine Bestellung abbricht, wird vom System angeschrieben, ob er den Fragen zum Bestellablauf hat.

Für diese sehr gezielte und personalisierte Kundenansprache muss der Shopbetreiber lediglich das KRYD-System in seinen Shop integrieren, die Reglen festlegen, was wann zu passieren hat. sowie natürlich noch die entsprechenden Texte formulieren.

Aus eigener Erfahrung mit meinem WerbeCheck-Shop weiß ich, dass durch solche Nachfragemails guter Umsatz generiert werden kann. Auch sind mir keine negativen Kritiken zugetragen worden, dass diese Nachfragemails als Spam oder als unangenehm empfunden werden.

Dieses System ist ein tolles Instrument für mehr Umsatz. Es kann im Shopalltag niemals händisch und zu vertretbaren Kosten jeder Kaufabbrecher innerhalb von wenigen Minuten  angeschrieben werden. Genau daraus resultieren aber gute Sales! Der potentiellen Käufer wird noch in der „heißen Phase“ betreut, in der es oft nur Kleinigkeiten sind, die ihn vom Druck auf den „Kaufen-Button“ abhalten.

Ausführlich wird das System auf der KRYD-Seite und auch in der Darstellung auf Seedmatch vorgestellt.

 

Andreas Altenburg, der CEO der KRYD GmbH hat im Gespräch mit Pixeltalk.de einige weiteren Fragen beantwortet, die vor allem für Shopbetreiber von Interesse sind:

Welchen Vorteil bietet KRYD einem Shopbetreiber ganz konkret?

KRYD bietet Shopbetreibern erstmals die Möglichkeit, ihre Bestandskunden individuell und automatisiert zu adressieren – und das schnell und kostengünstig. Anstatt Massenmails zu versenden, können Online-Shops ihre Kunden ganz gezielt auf Basis des jeweiligen Verhaltens ansprechen – zum Beispiel, wenn bei einem Kaufabbruch, bei längerer Abwesenheit oder auch beim Überschreiten bestimmter Umsatzgrenzen. KRYD übernimmt einerseits die Überwachung dieser Ereignisse und andererseits die automatische Ausführung der dazu geeigneten Aktion(en), so dass sich der Shopbetreiber nach einmal erfolgter Integration um nichts mehr kümmern muss. Das Umsatzpotential, das in individuellen Mails liegt, ist immens – das haben nicht nur diverse Studien belegt, sondern das können auch Kunden von KRYD bestätigen.

Mit welchen Kosten muss ein Shopbetreiber rechnen, wenn er ein System wie KRYD selbst entwickeln lassen würde?

Der konkrete Aufwand ist natürlich abhängig vom jeweils gewünschten Umfang, aber insbesondere das sichere und performante Tracking der einzelnen Ereignisse und die automatisierte Verknüpfung der Ereignisse mit den richtigen Aktionen erfordert einerseits umfangreiche technische Vorarbeiten, andererseits auch viel Erfahrung in dem jeweiligen Bereich. Unter 50.000,- € ist ein solches System sicher nicht zu haben.

Welcher Aufwand ist seitens des Shopbetreibers nötig, um KRYD zum Einsatz zu bringen?

Der Shopbetreiber muss KRYD einmalig in seinen Shop integrieren. Dazu steht eine API zur Verfügung, die Integration ist mit der Einbindung weniger Zeilen Code erledigt. Das Event-Tracking wird dann mit jeweils einer Code-Zeile an den gewünschten Stellen integriert – zum Beispiel auf der Warenkorbseite, beim Kaufabschluss etc. Die API steht derzeit für PHP, ASP/.Net und bald auch Ruby und Java zur Verfügung. Noch einfacher wird es mit fertigen Plugins für Standardshops. Diese sind aktuell für Oxid und Shopware in der Entwicklung, weitere sind geplant. In der Online App von KRYD muss dann nur noch das E-Mail-Template mit den Daten des Shops angepasst werden und die jeweils gewünschten Kampagnen gestartet werden – fertig. Danach läuft KRYD eigenständig. Der Shopbetreiber kann aber jederzeit Kampagnen anpassen oder ausweiten.

Bieten Sie für kleinere Shops ohne eigenen Systemadministrator einen Support an, das System in den Shop zu integrieren und wenn ja, zu welchen Konditionen?

Ja, wir helfen den Shops bei der Integration. Zum einen steht jedem Kunden unser kostenloser Support zur Verfügung, zum anderen bieten wir ein Starter-Paket an. Dieses umfasst die technische Einbindung in den Shop, die Definition von geeigneten Kampagnen sowie die Anpassung des E-Mail-Templates. Das Starterpaket kostet pauschal 250,- EUR, bis zum 30.04.2013 bieten wir es noch kostenlos an.

Können Sie einen Referenzkunden nennen, der das System live im Einsatz hat?

KRYD wird von vielen kleineren Online-Shops eingesetzt, diese sind auch primäre Zielgruppe. Bekannte Kunden sind zum Beispiel Misterspex und Dealunited. Weitere größere Kunden sind derzeit im „Boarding-Prozess“.

Gibt es eine Grenze, ab der KRYD für einen Shopbetreiber nicht mehr interessant ist und eine eigene Lösung besser geeignet wäre?

KRYD ist sehr flexibel und für ein breites Spektrum an Kunden geeignet, was sich auch in unserer aktuellen Kundenliste widerspiegelt. Das System ist offen zur Anbindung an Drittlösungen wie E-Mail-Versender, ERP-Software und PIM-Systeme. An eine Grenze sind wir bisher nicht gestoßen. Dennoch wollen wir unsere Vertriebsaktivitäten auf den Bereich KMU fokussieren, weil wir hier den größten Bedarf an einer schnell integrierbaren und einfach zu bedienenden Lösung sehen. Große Player wie Otto oder Zalando könnten zwar auch viele Aufgaben mit KRYD erledigen, neigen aber grundsätzlich mehr zur Verwendung eigenentwickelter Systeme.

Herrn Altenburg danke ich sehr dafür, dass er sich die Zeit für die Beantwortung dieser Fragen genommen hat. Ich wünsche dem Team von KRYD viel Erfolg, nicht nur mit dem Funding auf Seedmatch.

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

28. März 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Crowdinvesting, eCommerce, Startups | 1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Finde KRYD persönlich super – der Ansatz ist für jeden Online-Marketer ein Segen!