Nachname zu verkaufen

Manche Dinge funktionieren wohl nur in den USA. Oder können Sie sich vorstellen, dass in Deutschland jemand Geld dafür bezahlt, dass eine Person für ein Jahr seinen Nachnamen auf Wunsch des Höchstbietenden ändert?

Jason Sadler wird ab Januar 2013 ein Jahr lang nicht mehr Sadler heißen. Bleibt es bei dem derzeitigen Höchstgebot von 34.500 US$ und Sie treffen Jason, dann werden Sie ihn mit Mr. Jlabaudio ansprechen müssen.

Wenn Ihr Marketingbudget noch nicht ganz erschöpft ist, oder Sie Ihre Firma in den USA bekannt machen möchten, dann können Sie bis zum 12.12.2012 unter buymylastname.com mitbieten.

Ich bin sehr gespannt, in welchen Preisregionen dieser Spaß endet. Auch mehrere hunderttausend Dollar halte ich für einen günstigen Preis. Denn Jason Sadler ist durch www.iwearyourshirt.com keine unbekannte Person. Die mediale Aufmerksamkeit mit einem vielfachen Werbewert ist dem Käufer des Nachnamens sicher.

Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

05. Dezember 2012 von Andreas Frank
Kategorien: Fundstücke | Kommentare deaktiviert für Nachname zu verkaufen