Werbegelder in die eigene Tasche geschleust

Heute kommt die Meldung, dass der Country Director Sales von Google Deutschland nach Informationen der Staatsanwaltschaft in Wien im Jahr 2007 angeblich etwas mehr als eine halbe Million Euro seines damaligen Arbeitgebers Telekom-Austria in die eigene Tasche verschoben haben soll. Es wurde Anklage wegen Untreue erhoben.

Den Meldungen aus Österreich nach schloss der Beschuldigte als Marketingleiter mit der betreuenden Werbeagentur von Telekom-Austria ein Scheingeschäft ab, die Rechnung über 585.600 € wurde aus dem Werbebudget bezahlt.

Seit vielen Jahren bietet WerbeCheck einen Korruptionscheck an, mit dem solche illegalen Methoden aufgedeckt werden können.

Sicher arbeiten 99,9 % aller Mitarbeiter in Werbeabteilungen ehrlich und gewissenhaft. Es soll hier nicht der Verdacht aufkommen, dass solch ein System häufig anzutreffen sei. Dennoch gibt es Fälle, bei denen die Budgetverantwortung mißbraucht wird.

Werbebudgets in großen Unternehen liegen nunmal im sieben-, acht- oder neunstelligen Bereich. Was sind da schon ein paar zehn- oder hunderttausend Euro? Solch eine Summe kann jeder Budgetverantwortliche – kriminelle Energie vorausgesetzt – in seine eigenen Kanäle umleiten, ohne dass es bei unternehmensinternen Kontrollen auffällt.

Das Controlling kann bestens und ausgefeilt sein, kein noch so guter BWLer, Jurist oder Wirtschaftspfüfer kann ohne intime Kenntnisse aus einer aktiven Werberzeit diese verschlungenen Pfade entdecken.

Viele Controller mögen dies nicht gerne hören, kluge Kollegen jedoch ergänzen ihr Fachwissen um die Expertise eines Werbeprofis. Die Werbeagentur auf den Namen der Ehefrau ist im Grunde ein alter Hut. Damit sind früher so mache Agenturprovisionen auf Umwegen in die Haushaltskasse des Werbeleiters geflossen. Es gibt aber sehr viel perfidere und trickreichere Wege, um seinen Arbeitgeber um einen Teil seines Werbebudgets zu erleichtern.

Wenn Sie als Unternehmer einen konkreten Verdacht haben, dass bei Ihnen Werbegelder illegal umgeleitet werden, so ist die Kriminalpolizei Ihr Ansprechpartner.

Aber eventuell möchten Sie bei einem oberflächlichen Anfangsverdacht die Sache erst einmal von einem unabhängigen Experten auf Plausibilität prüfen lassen? Dann sollten wir uns unterhalten.

Weitere Informationen über mich und den Korruptionscheck erhalten Sie auf den Seiten von WerbeCheck.

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

11. Januar 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Persönliches | Kommentare deaktiviert für Werbegelder in die eigene Tasche geschleust