Mit mybusinessbacker.de zum Crowdinvesting in Eigenregie

DeinBus.de hat es bereits getan und mapp2biz.com ist derzeit dabei – Crowdfunding bzw. Crowdinvesting in Eigenregie.

Vermehrt bedienen sich Startups für das Geld einsammeln mittels Crowdinvesting der Plattformen wie Seedmatch, bankless24 oder Companisto.

Die Nutzung dieser Plattformen bringt Vorteile. Es werden bereits aufgebaute Strukturen genutzt und die Bekanntheit der Plattformen hilft bei der Werbung für das eigene Funding. Sehr wahrscheinlich hat auch der potentielle Investor ein gewisses Gefühl der Sicherheit, wenn das Funding von einer etablierten Plattform durchgeführt wird.

Ein Muss für die Nutzung der bekannten Plattformen gibt es jedoch nicht. Jedes Unternehmen kann auch Crowdinvesting oder Crowdfunding in Eigenregie durchführen. Allerdings bedarf es hier eines nicht zu unterschätzenden Aufwandes, was die rechtlichen Belange eines solchen Fundings anbelangt. Auch die Technik im Hintergrund muss auf die Beine gestellt werden.

Wer vom Grundsatz her ein Funding in Eigenregie durchführen, aber dennoch nicht auf einen gewissen Support verzichten möchte, für den bietet die My Business Backer GmbH in Düsseldorf eine WhiteLabel-Lösung an.

Crowdinvesting in Eigenregie? Da stellen sich Pixeltalk einige Fragen, die Björn Röhrenbeck von myBusinessBacker freundlicherweise beantwortete:

Die My Business Backer GmbH bietet neben der Möglichkeit des Crowdinvestings über die Plattform selbst auch eine WhiteLabel-Lösung an. In welcher Form unterstützen Sie damit Kapitalsuchende Unternehmen beim Funding in Eigenregie?

Eigentlich ganz einfach: Wir stellen die IT und kümmern uns um das Drumherum. Im Klartext heißt das, wir richten dem Kunden basierend auf unserer Technologie ein eigenes Fundingmodul ein, statten dieses mit der Corporate Identity des Kunden aus und binden das Fundingmodul in die kundeneigene Webseite ein.

Danach kümmern wir uns als Dienstleister um alles, was für einen reibungslosen Fundingablauf nötig ist, vom Monitoring der Zahlungseingänge über das  Dokumentenmanagement bis hin zum Widerrufs-Management. Natürlich erhält der Kunde auch ein tägliches Reporting und persönlichen und unkomplizierten Support.

Sollte es im Vorfeld des Fundings noch ergänzenden Beratungsbedarf geben, stehen wir mit unseren Partnern, der reanis GmbH – eine auf Controlling und Corporate Finance spezialisierte Unternehmensberatung, und einer Rechtsanwaltskanzlei mit Beratungsschwerpunkt im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, jederzeit gerne zu Verfügung.

Bei einem erfolgreichen Funding über Ihre Plattform werden 8% der eingesammelten Summe als Provision fällig. Was kostet es, wenn man sich Ihrer Dienste für ein Crowdinvesting in Eigenregie bedient?

Das variiert je nach Umfang des Customizing und des Servicelevels. Ziel ist es jedoch, dass jedes Unternehmen ab  50 EUR pro Tag mit unserer Hilfe sein eigenes Funding durchführen kann, völlig unabhängig von der Fundingsumme.

Wann macht es Ihrer Meinung nach Sinn, dass man ein Crowdinvesting in Eigenregie durchführt, anstatt sich in die Obhut einer der zahlreichen Plattformen zu begeben?

Dafür kann eine Vielzahl von Gründen sprechen. Zunächst ist ein solches Funding in Eigenregie für Unternehmen interessant, die bereits über eine gewisse Awareness am Markt verfügen, einen eigenen kleinen Kundenstamm aufgebaut haben und weiter wachsen wollen. Oft passen selbst höchst innovative Geschäftsideen nicht wirklich optimal in das Projektportfolio (z.B. klassischer Maschinenbau o.ä.) bestehender Plattformen und dann sollten sich Unternehmer die Frage stellen, ob die Crowd des Crowdinvesting-Portals auch tatsächlich für die eigene Geschäftsidee sensibilisiert ist und darauf anspringt.

Wir wurden bereits von einer Vielzahl von Unternehmern angesprochen, denen die Bewerbungsprozesse auf etablierten Plattformen zu langwierig sind und die nur sehr wenige Mitsprachemöglichkeiten in Bezug auf Start- und Endtermin des Fundings, vertragliche Ausgestaltung der Beteiligungsverträge, individuelle Darstellung auf der Plattform eingeräumt bekamen. Wenn im Unternehmen dann entsprechende Köpfe für Marketing- und PR vorhanden sind, gibt es eigentlich keinen vernünftigen Grund, nicht selbst ein Funding aufzuziehen.

Wir sind gerade dabei, mit Medienpartnern und verschiedenen Agenturen Pakete zu schnüren, mit denen Fundingunternehmen vor und während des Fundings mit entsprechenden Marketing- und PR-Maßnahmen für eine entsprechende Verbreitung ihres Fundings sorgen können.

Neben dem monetären Aspekt ist Crowdinvesting häufig auch ein Marketinginstrument. Bei einem Funding in Eigenregie mit Ihrer WhiteLabel-Lösung verzichten aber doch die Unternehmen auf die bereits aufgebaute Bekanntheit der Plattformen?

Das ist durchaus ein Punkt, den es abzuwägen gilt. Für ein eigenes Funding spricht allerdings, dass alle anderen Parameter im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten völlig frei wählbar sind und nicht an die Standardprozesse der Fundingplattform gebunden sind. Ich denke dabei insbesondere an das jeweilige Beteiligungsmodell und die rechtliche Ausgestaltung. Natürlich sind auch die Gebühren nicht zu verachten, die das Unternehmen einsparen kann und dann eben für individuelle Marketingmaßnahmen zur Verfügung hat.

Bei einem Funding über Ihre Plattform werden die Projekte geprüft und bewertet. Welche Anforderungen stellen Sie an Unternehmen, die eine WhiteLabel-Lösung einsetzen möchten?

Zurzeit führen wir mit allen Interessenten Gespräche, bevor wir unsere White-Label-Technik zur Verfügung stellen. Wir arbeiten jedoch an einem standardisierten Verfahren, welches diesen aufwändigen Prozess vereinfacht und noch sicherer macht.

Bisher sind mir nur sehr wenige Startups bekannt, die ein Crowdinvesting in Eigenregie durchgeführt haben. Wie sehen Sie die Entwicklung in den kommenden Monaten? Wird sich hier ein Trend ergeben, oder schöpft die steigende Zahl der Crowdinvestingplattformen den Markt der Interessenten ab?

Wir gehen davon aus, dass sich künftig immer mehr Unternehmen dazu entscheiden werden, ein eigenes Funding zu starten. Ob man das dann gleich als Trend bezeichnen sollte? Gute Frage! Hierzu sollte man zunächst einige Punkte beachten. Bei den Phänomenen Crowdinvesting und Crowdfunding selbst handelt es sich doch um die eigentlichen Trends, die viele wunderbare Projekte plötzlich Realität werden ließen oder die einer Vielzahl von innovativen und jungen Unternehmern zur Chance verhalfen, Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Der Ort, an dem sich die Crowd hierfür zusammenfindet, also Crowdinvesting-Plattform oder die eigene Webseite, ist doch eigentlich sekundärer Natur.

White-Label-Lösungen für Crowdinvesting oder –funding sozusagen als Trend im Trend? Das klingt dann doch etwas zu konstruiert. Wir möchten Unternehmen eine Möglichkeit bieten, ein Funding in Eigenregie zu realisieren und stehen ihnen dafür ganz individuell als Dienstleister zur Seite. Das ist eigentlich schon alles!

Da Sie es in Ihrer Frage angesprochen haben: Es gibt in der Tat aktuell einige Unternehmen, die ein Funding bereits erfolgreich in Eigenregie durchgeführt haben oder durchführen. Auch hier kam oder kommt die My Business Backer-Technologie in Gestalt des Funding-Moduls zum Einsatz. Aus Gründen der Vertraulichkeit möchten wir jedoch davon Abstand nehmen, hier konkrete Namen zu nennen, da es sich schließlich um Fundings in Eigenregie handelt.

Besucht man die Webseiten dieser Unternehmen, fällt sofort auf, dass das Funding optimal in die Corporate Identity des Unternehmens eingebettet ist und die Informationen vollkommen individuell dargestellt werden. Der Besucher kann sich frei auf der Webseite bewegen und sich bei Interesse über das Fundingmodul an dem Vorhaben beteiligen. Deshalb ist eine der Kernfragen, die sich ein Unternehmer bei der Frage „Funding in Eigenregie, oder Funding über eine Plattform“ stellen sollte: „Möchte ich den Traffic auf der Seite des Crowdinvesting-Portals oder auf meiner eigenen Webseite?!“

 

Im letzten Jahr ist im Bereich Finanzierung über den Schwarm bereits viel passiert. Mit jeder neuen Plattform und auch mit dem Einstieg der Volks- und Raiffeisenbanken in den Themenbereich Crowdfunding wird das Thema sicher noch viel tiefer in die verschiedenen Gesellschaftsschichten vordringen.

Es wird spannend zu beobachten sein, in wieweit sich Unternehmen trauen, ein Funding auch in Eigenregie in Angriff zu nehmen. WhiteLabel-Lösungen sind da sicher eine gutes Instrument, um sich nicht um alle Details kümmern zu müssen und um sich auf das Marketing für das Vorhaben konzentrieren zu können.

 

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

19. Juni 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Crowdinvesting, Startups | Kommentare deaktiviert für Mit mybusinessbacker.de zum Crowdinvesting in Eigenregie