Startups im Gespräch: fernbusse.de

Ein weiteres Fernbuslinienportal stellen wir heute vor, die von der dialogbetrieb GmbH & Co. KG betriebene Seite fernbusse.de.

Andreas Oswald war so freundlich, ein paar Fragen zum Projekt zu beantworten:

checkmybus.de, online-busticket.de, busliniensuche.de, busticket.de, fernbusse.de, fahrtenfuchs.de, fromatob.de – und damit wird das Ende der Vergleichsportale noch nicht erreicht sein – wie viele dieser Suchmaschinen verträgt der Markt?

Von den zahlreichen Portalen sind eigentlich nur 3-4 Spezialisten für den Fernbus, der Rest sind 2-3 Metavergleicher, die Ihren Traffic nicht nur aus Fernbusanfragen holen und viele Reise- oder Gutscheinportale, die über Cross-Selling oder Sonderaktionen arbeiten.

 

Wo liegen denn die Vorteile für Ihre Kunden, mit welchen Punkten stechen Sie die genannten Wettbewerber aus?

Wir kombinieren einen Vergleich fast aller Anbieter, inklusive relevanter regionaler Anbieter mit Bewertungen und hochwertigen redaktionellen Informationen. So geben wir dem Fernbusreisenden nicht nur einen Überblick über Busverbindungen sondern reichen ihm zusätzlich alle nötigen Hintergrundinformationen zum Anbieter und Fernbusreisen im Allgemeinen. Durch Marktforschung und Hintergrundrecherche sind wir auch eine gute Anlaufstelle für Fachpublikum.

 

 

Die juristische Grundlage für den Fernbus-Linienverkehr deutete sich mit dem Fortschritt des Verfahrens um DeinBus.de an. War Ihnen damals schon bewusst, welch Nachfrage durch diese Marktöffnung entstehen wird?

Wir hatten schon Mitte 2011 entschieden den Markt intensiv zu beobachten und zu diesem Zweck einen möglichen Markteintritt vorbereitet. Die aktuelle Höhe der Nachfrage und das fast ungebremste Wachstum hat allerdings die damaligen Erwartungen übertroffen.

 

Halten Sie den Fernbus-Linienverkehr tatsächlich für eine dauerhafte Alternative zur Bahn?

Der Fernbus wird sich dauerhaft etablieren, als Alternative zu Bahn, Mitfahrgelegenheit und individueller Autofahrt. Da der Fernbus langsamer ist als die Bahn wird er stärker von Kundengruppen genutzt werden, für die der Preis wichtiger ist als Zeit. Gleichzeitig wird die Bahn im Bereich der Netzabdeckung überlegen bleiben.

Stärker als die Bahn wird die Mitfahrgelegenheit an den Fernbus Marktanteile verlieren, da hier eine ähnliche Zielgruppe angesprochen wird. In Summe gehen wir davon aus, dass der Fernbus langfristig etwa 25-30% des (nicht individuellen) Personenfernverkehrs stemmen kann.

 

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen sich derzeit mit Ihrem Portal und was denken Sie, bei welcher Zahl ist das Team bei einem unveränderten Geschäftsmodell komplett?

Da wir nicht nur im Bereich Fernbusse aktiv sind, hängt dies immer von den aktuellen Anforderungen ab. Die Zahl schwankt daher zwischen ein und fünf Mitarbeitern.

 

Wie finanzieren Sie sich, Woher stammt das Kapital für Ihr Unternehmen?

Wir betreiben neben Fernbusse.de auch verschiedene weitere Portale z.B im Bereich Finanzvergleiche. Hier sind die Wurzeln von dialogbetrieb.

 

Womit verdient Ihre Seite Geld, wie sieht Ihr Business Modell aus?

Die Seite verdient Geld mit Provisionen von Buchungen und Werbung.

 

Wie viele Suchanfragen verzeichnen Sie täglich und wie viele Buchungen resultieren daraus? OK, das sind Ihnen eventuell zu viele Interna, dann so rum: mit wie vielen täglichen Suchanfragen und mit welcher Conversionrate sind Sie glücklich gestimmt?

Die Suchanfragen im Vergleich liegen in einem fünf-stelligen Bereich pro Tag. Über Conversiondaten können wir leider keine Auskunft geben.

 

Stichwort Marketing. Welche Kommunikationskanäle nutzen Sie und in welcher Größenordnung ist das zur Verfügung stehende Budget angesiedelt?

Der wichtigste Kommunikationskanal ist Google. Zudem haben wir noch Kooperationen mit Medienpartnern.

 

Ein Jahr in die Zukunft geblickt, wo stehen Sie dann mit Ihrem Portal und wie wird es um die Wettbewerbersituation bestellt sein?

Aktuell sind wir die Nummer 2 unter den „Fernbus-Spezialisten“. Diese Position wollen wir in diesem sehr dynamischen Umfeld stabilisieren und unser Service-Angebot weiter ausbauen.

 

Welches Internetprojekt fasziniert Sie – neben Ihren eigenen Aktivitäten – derzeit ganz besonders?

DaWanda – hier geben sich lokaler Handel, kleine Labels und E-Commerce auf sehr sympathische Art und Weise die Hand.

 

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Über Andreas Frank

Andreas Frank liebt echte Innovatoren und ist genervt von Kopierern, die einem alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen wollen. Kopfschüttelnd liest er täglich die Meldungen von Startups, die angeblich alles revolutionieren aber dabei nicht in der Lage sind, ihre Idee ganzheitlich zu Ende zu denken. Belustigt ist er, wenn die freie Meinungsäußerung mit bösen eMails und der Androhung von Anwaltsschreiben mit den Füßen getreten wird. Merke: auch in der Zeit von bezahlten Blogeinträgen gibt es noch Denker, die sich ihren kritischen Blick nicht verbieten lassen.

02. Dezember 2013 von Andreas Frank
Kategorien: Startups | Kommentare deaktiviert für Startups im Gespräch: fernbusse.de